Die richtige Entscheidung: Bottom-up

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, dass der Re-Design-Prozess bereits seit 2010 am Laufen ist. Um es vorweg zu nehmen: Wir haben nicht zu viel Zeit und wir haben auch nicht getrödelt. Aber, wir haben uns Zeit genommen. Klingt paradox? Ist es nicht!

Es gibt zwei Vorgehensweisen zur Entwicklung eines neuen Designs. Als Top-Down- oder als Bottom-Up-Prozess. Wir haben uns für Letzteres entschieden. Schon alleine das Einbinden von vielen Personen kostet Zeit und hat den Prozess sicher verlangsamt. Wir sind aber noch einen Schritt weiter gegangen. Es hat uns nicht gereicht, alle Bereiche einzubinden. Wir wollten auch ein Design, das passt. Sicher, man hätte ganz schnell und ganz leicht ein “Design von der Stange” kaufen können. Wir haben aber Maß nehmen lassen. Und so, wie Sie für den Maßanzug etwas warten müssen, so muss man das bei einem Design, das die Hochschule und die Vision der Hochschule transportiert, eben auch. Jetzt ist eine Hochschule leider nicht so leicht zu vermessen wie ein menschlicher Körper. Aber, wenn ich mir das Ergebnis ansehe und wenn ich mich daran erinnere, wie bei der Vorstellung dieses Konzeptes die Re-Design-AG und die Hochschulleitung einstimmig dafür waren, dann war das der richtige Weg, auch wenn er ungleich länger dauerte.

Erinnern Sie sich an den März 2011? Da haben wir für alle sichtbar Maß genommen. Wir haben alle Bediensteten der HTW und unsere Studierenden gefragt, wie sie die Hochschule sehen und wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Die Beteiligung war sehr groß: 859 Studierende und 141 Professor(inn)en und Mitarbeiter(innen) haben sich beteiligt. Parallel dazu gab es, nach außen kaum sichtbar, Workshops in den Fakultäten (dazu mehr im nächsten Blog-Eintrag). Workshops müssen geplant, vor- und nachbereitet und natürlich durchgeführt werden. Umfragen müssen aufgesetzt, durchgeführt und ausgewertet werden. Hier haben viele Personen geholfen und es haben sich noch mehr daran beteiligt. An dieser Stelle vielen Dank an alle. Der Lohn der Anstrengungen ist ein Maßanzug für die htw saar. Ein Design, das zeigt wer wir sind und wo wir hin wollen. Schluss mit graue Maus – die htw saar ist aktiv, innovativ, offen und dennoch klar, zeitlos und zuverlässig. Ich finde, das sieht man jetzt!

Die Metamorphose der Terminologie

Ein neues Design, die Entwicklung eines maßgeschneiderten Auftritts, hat Auswirkungen. Nicht nur, dass die Farbe sich ändert, die Terminologie wurde verfeinert.
Aus „HTW“, dem Kürzel für Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, wird htw saar. Technik und Wirtschaft treten in den Hintergrund und fangen so, trotz Beibehaltung des Namens der Hochschule (laut FhG), die neuen Wissenschaften besser auf.
Der Begriff saar erlaubt eine Lokalisierung der Hochschule und gleichzeitig die potenzielle Ausweitung auf die ganze Region, über das Saarland hinaus.

Werden die Fakultäten genannt, so genügt „Architektur und Bauingenieurwesen“, „Ingenieurwissenschaften“, „Sozialwissenschaften“, „Wirtschaftswissenschaften“, denn dass dies unsere Organisationseinheiten sind, erschließt sich aus dem Zusammenhang. So werden unsere Fakultätsbezeichnungen kürzer und, wie ich finde, eleganter.

Und was kommt jetzt?

Nachdem die Arbeitsgruppe Re-Design, die Hochschulleitung und der Senat der Logo-Architektur ihren Segen gegeben haben, kann Magma Brand Design in die konkrete Umsetzung des neuen Konzeptes einsteigen.

In einem ersten Schritt wird der Geschäftsbedarf (Briefbogen, Visitenkarten, Präsentationsvorlagen etc.) entwickelt. Parallel dazu werden die Studiengangs-Informations-Faltblätter in das neue Design überführt und Richtlinien für den Web-Auftritt der htw saar entwickelt.

Wir halten Sie hier auf dem Laufenden. Dieser Blog erlaubt es Ihnen, Fragen und Kommentare direkt loszuwerden. Nutzen Sie die Möglichkeit!

Bitte haben Sie aber auch Geduld  – es steckt viel Arbeit in der Entwicklung und der Überführung des Designs und das sehr kleine Team, das diese Aufgabe übernommen hat, nimmt diese zusätzlich zu seinen normalen Aufgaben wahr. Aber es macht auch Freude, mit diesem modernen, farbenfrohen und gleichzeitig eleganten Ansatz zu arbeiten.