Die Workshops in den Fakultäten

Aus erster Hand kann ich nicht über die Workshops der Fakultäten berichten, denn Pressereferentinnen mussten leider draußen bleiben. Aus zweiter Hand auch nicht, da alle Teilnehmer(innen) sehr verschwiegen waren.Ich weiß aber grob, wie die Workshops strukturiert waren und habe etwas Bildmaterial aus den Workshops, so dass sich erahnen lässt, was an diesen vier Tagen passiert sein mag.

Jede Fakultät konnte bis zu sieben Personen in die Workshops senden. Die zentralen Fragen in den Workshops waren “Wer sind wir?”, “Was können und wollen wir erreichen?”, “Was tun wir für wen?” und “Was unterscheidet uns vom Wettbewerb?”.

Einen Tag lang erarbeiteten die Vertreter(innen) der Fakultäten die Antworten auf diese Fragen. Und das war Arbeit. Denn diese Fragen, die nicht nur im eigenen Leben nicht leicht zu beantworten sind, für die Fakultät zu beantworten, ist nicht gerade trivial. Nachdem feststand, worin die Stärken liegen, musste an der Visualisierung gearbeitet werden.

Welche Bilder und welche Farben passen zur Hochschule wie sie ist und wie sie sich entwickeln soll? Welche Werte sind die der Fakultät und welche Zukunftsvorstellung haben die Workshopteilnehmer für ihre Fakultät und Hochschule? Kreativ waren die Teilnehmer(innen), wie man auf den Bildern sehen kann, auf jeden Fall. Sie haben ihre Aufgabe sehr ernst genommen und viel Zeit und Mühe investiert. Auch Ihnen allen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Ihr Einsatz hat sich bezahlt gemacht. Die Ergebnisse der Workshops, der Wertekanon, die präferierten Farben und Bilder – all das war die Grundlage zur Erarbeitung des Corporate Designs, dessen Kernstück, das Logo, in diesem Blog vorgestellt wurde.

Aktuell arbeite ich mit der Agentur an der Ausarbeitung des Designs. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass die Agentur am Design arbeitet und ich Fragen, die bei der Gestaltung auftreten, beantworte und die Designer mit Informationen über die Hochschule versorge. Im nächsten Artikel werde ich ein Anwendungsbeispiel einstellen, das die Kraft des neuen Designs deutlich zeigt.

Die richtige Entscheidung: Bottom-up

Vielleicht haben Sie sich schon gewundert, dass der Re-Design-Prozess bereits seit 2010 am Laufen ist. Um es vorweg zu nehmen: Wir haben nicht zu viel Zeit und wir haben auch nicht getrödelt. Aber, wir haben uns Zeit genommen. Klingt paradox? Ist es nicht!

Es gibt zwei Vorgehensweisen zur Entwicklung eines neuen Designs. Als Top-Down- oder als Bottom-Up-Prozess. Wir haben uns für Letzteres entschieden. Schon alleine das Einbinden von vielen Personen kostet Zeit und hat den Prozess sicher verlangsamt. Wir sind aber noch einen Schritt weiter gegangen. Es hat uns nicht gereicht, alle Bereiche einzubinden. Wir wollten auch ein Design, das passt. Sicher, man hätte ganz schnell und ganz leicht ein “Design von der Stange” kaufen können. Wir haben aber Maß nehmen lassen. Und so, wie Sie für den Maßanzug etwas warten müssen, so muss man das bei einem Design, das die Hochschule und die Vision der Hochschule transportiert, eben auch. Jetzt ist eine Hochschule leider nicht so leicht zu vermessen wie ein menschlicher Körper. Aber, wenn ich mir das Ergebnis ansehe und wenn ich mich daran erinnere, wie bei der Vorstellung dieses Konzeptes die Re-Design-AG und die Hochschulleitung einstimmig dafür waren, dann war das der richtige Weg, auch wenn er ungleich länger dauerte.

Erinnern Sie sich an den März 2011? Da haben wir für alle sichtbar Maß genommen. Wir haben alle Bediensteten der HTW und unsere Studierenden gefragt, wie sie die Hochschule sehen und wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Die Beteiligung war sehr groß: 859 Studierende und 141 Professor(inn)en und Mitarbeiter(innen) haben sich beteiligt. Parallel dazu gab es, nach außen kaum sichtbar, Workshops in den Fakultäten (dazu mehr im nächsten Blog-Eintrag). Workshops müssen geplant, vor- und nachbereitet und natürlich durchgeführt werden. Umfragen müssen aufgesetzt, durchgeführt und ausgewertet werden. Hier haben viele Personen geholfen und es haben sich noch mehr daran beteiligt. An dieser Stelle vielen Dank an alle. Der Lohn der Anstrengungen ist ein Maßanzug für die htw saar. Ein Design, das zeigt wer wir sind und wo wir hin wollen. Schluss mit graue Maus – die htw saar ist aktiv, innovativ, offen und dennoch klar, zeitlos und zuverlässig. Ich finde, das sieht man jetzt!